16.09.2013

Rezi: ,,Elfenkuss"- Aprilynne Pike



Laurel wächst bei ihren Adoptiveltern auf. Gemeinsam zieht die Familie in die nord-kalifornische Kleinstadt Crescent City. Laurel wurde Jahre lang zu Hause unterrichtet und umso schwieriger ist es für Laurel Kontakte in ihrer neuen Schule zu finden und offen auf ihre neue Mitschüler zu zugehen. Laurel findet jedoch in dem Biologie verrückten David schnell einen guten Freund. Als Laurel eines Morgens mit riesigen Blütenblättern auf ihrem Rücken erwacht, versucht sie, gemeinsam mit David herauszufinden, was mit ihr passiert. Aber anscheinend kann nur der geheimnisvolle Tamani Laurel wirklich helfen.




Aprilynne Pike gelingt es, Elfen auf eine neue und schwungvolle Weise darzustellen. So gibt es in ,,Elfenkuss“ nicht das typische oder gar kitschige Klischee der wundervollen und unwiderstehlichen Magie der Elfen, sondern werden als pflanzlicher Organismus dargestellt. Die ,,wissenschaftliche“ Betrachtung verleiht „Elfenkuss“ eine frische Dynamik und verhindert, dass der Jugendroman zu einer allzu triefenden Liebesgeschichte verkommt.
Dennoch darf die in Mode gekommene Dreiecksgeschichte nicht fehlen. Auch in den darauf folgenden Bänden wird die Dreiecksbeziehung zwischen Lauren, David und Tamani eine große Rolle spielen.                                                                                                             
Davids Figur bleibt über den ganzen Jugendroman hinweg farblos und oberflächlich. Der Autorin gelingt es nicht Davids Charakter eine gewisse Tiefe einzuhauchen, die er benötigt um authentisch rüber zukommen  Er wird als lieber netter Junge, der immer für seine Freundin da ist, skizziert.
                                                                                                                   
Tamani dagegen wirkt frisch und lebhaft, dies liegt vor allem an den neckenden Gesprächen mit Laurel. Er wirkt wild entschlossen Laurel für sich zu gewinnen ohne dabei schwächlich und naiv zu wirken.                                                                                                                  
Das Geschehen wird aus Laurels Perspektive erzählt, sodass man einen guten Einblick in ihr Gefühlsleben erhält. Schon ab den ersten Seiten ist Aprilynne Pike darauf bedacht Laurels Besonderheit zu betonen, was teilweise etwas anstrengend ist, wie z.B. wie wunderschön sie ist, dass sie nur bestimmte Sachen essen darf.

Die Gesichte rund um Laurel schreitet zu nächst nur langsam und etwas zäh voran, nimmt im Laufe der Geschichte jedoch noch an Fahrt auf und wird stellenweise spannend.  


Man sollte nicht mit zu hohen Erwartungen an ,,Elfenkuss“ ran gehen und im Hinterkopf behalten, dass es ein Jugendbuch ist und daher auch weniger anspruchsvoll ist. Wenn man eine starke Abneigung gegen Dreiecksbeziehungen hat sollte man besser die Finger von diesem Buch lassen. Mir hat ,,Elfenkuss“ unterhaltsame Lesestunden beschert und bekommt deswegen von mir vier von fünf Schafen.


  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: cbj; Auflage: 1. Aufl. (22. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570138844
  • ISBN-13: 978-3570138847
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren



1 Kommentar:

  1. Klingt interessant :)
    Ich mag deinen Blog, hab mich gleich als Leserin eingetragen :)
    Würde mich über einen Gegenbesuch freuen! :)

    Liebe Grüße
    http://buechernixe.blogspot.com

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