06.06.2014

Rezi: ,,Stern der Göttin“- Sandra Melli



Broschiert: 512 Seiten
Reihe: 1/4
Verlag: Knaur TB 
ISBN-10: 3426504162
ISBN-13: 978-3426504161


In den Dämmerlanden herrschen schreckliche Zeiten, denn Gewalt und Hass bestimmt das Leben der Menschen. Doch die Menschen halten an ihrem Glauben fest, auch wenn diese die Menschen schon längst verlassen haben. Die Anhänger der blauen Götter kämpfen gegen die Anhänger der grünen, die schwarzen gegen die weißen und die violetten gegen die gelben. Der jungen Katzenfrau ist dieser Hass fremd und so gelingt es ihr auch nicht, die Gewalt der Menschen zu verstehen und sie wird in die Pläne eines großen Magiers mit einbezogen, um die Dämmerlande vor ihrem Untergang zu bewahren.


Die Grundidee der Handlung ist originell und sehr kreativ, denn jedem Gott wird eine Farbe zugeordnet und die Auren der Menschen, die dem Gott folgen, leuchten in der Farbe des jeweiligen Gottes. Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht überzeugen.  Die Geschichte wird von aggressiven und gewalttätigen Szenen dominiert, denn jeder hast jeden.

Die vielen gleich klingenden und fremdartigen Wörter unterbrechen den Lesefluss, da man die Menschen und Länder kaum auseinander halten kann. Die Beschreibung von Laisa sind zusätzlich verwirren und es ist mir schwer gefallen, mir das faszinierende Wesen vorzustellen. Sieht man jedoch von den verwirrenden Namen ab, ist der Schreibstil wunderbar flüssig und leicht zu lesen.                            
Die Autorin möchte dem Leser viele Informationen und Details liefern, Stellenweise zu viele auf einmal und plötzlich folgen die Ereignisse Schlag auf Schlag, fast zu rasant. Dem Roman hätten einige Seiten mehr wirklich gut getan.

Die Charaktere wirken insgesamt zu brutal und Hasserfüllt, was zu den düsteren Zeiten des Dämmerlandes sicherlich passt. Viele Charaktere wollen sich jedoch ständig und wegen nichtigen Gründen an die Kehle gehen. Laisa ist dagegen perfekt getroffen, ihre einfache Sprache und ihr intuitives (katzengleiches) Verhalten lassen sie authentisch wirken.

Alles in allem hat ,,Stern der Göttin“ eine tolle Grundidee, der Rest konnte mich jedoch nicht überzeugen: zu viel sinnlose Gewalt, schwer vorstellbare Beschreibungen und verwirrende Namen.

Drei von fünf Schafen.




Kommentare:

  1. Das Buch hört sich auf jeden Fall gut an. Ziemlich interessantes Thema. Aber ich weiß was du meinst mit "fremdartigen Wörtern", die dann plötzlich beim Lesen auftauchen und den Lesefluss stören. Sowas mag ich auch nicht.
    Schönes Wochenende!

    Lg,
    Müni

    AntwortenLöschen