09.04.2015

Rezi: ,,Flügel aus Asche"- Kaja Evert



Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Knaur
Reihe: 1/1
ISBN-10: 3426511967
ISBN-13: 978-3426511961


Die fliegende Stadt Rashija wird von einem tyrannischen Kaiser beherrscht. Es gibt strickte Hierarchien und Verbote und so ist z.B. Malen strengstens verboten.  In dieser Welt wächst der junge Adeen als niedere Schreiber auf und zählt somit zum niederen Volk. Tagtäglich muss er hie Häme und Schikane der höher gestellten Magier ertragen. Durch Zufall trieft er auf eine Gruppe Rebellen und Adeen möchte sofort ein Teil dieser Gruppe werden, nichts ahnend, dass er alles verändern wird.


,,Flügel aus Asche“  strotzt nur so vor interessant und innovativen Ideen und vor allem das Magier System ist erfrischend anders. So können Zauberer z.B. nicht ohne Hilfe Magie wirken, sondern benötigen eine Schriftrolle mit dem Zauberspruch. 
Vor allem Kunst spielt eine zentrale Rolle in dem Roman, denn der Kaiser sieht Kunst und das Malen als etwas böses und verdorbenes an. Malen ist jedoch ein Teil von Adeen und seinem Ziehvater, sodass sie beide im Verborgenen ihre Liebe zum Malen ausleben. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, wie wichtig es ist, dass Menschen ihre Kreativität ausleben können, da sie sonst eingesperrt und antriebslos sind, denn wenn jemand versucht deine Gedanken mit Regeln einzuschränken ist man weder frei noch hat man die Möglichkeit auf Glück.
                                                                                  
Trotz den wirklich tollen und  interessanten Ideen konnte mich der Roman nicht überzeugen, denn es gibt zu viele Textpassagen, die einfach nur Begebenheiten schildern, ohne Witz, Dialoge oder Tiefe, dies konnte auch der wirklich flüssig zu lesende Schreibstil nicht mehr retten. So kam ich einfach nur sehr langsam in dem Roman voran und ich konnte einfach nicht richtig in die Geschichte eintauchen. Zudem ist alles sehr vorhersehbar. Die Autorin folgt einer graden Linie ohne überraschende Wendungen, sodass mir leider sehr schnell klar war, wie ,,Flügel aus Asche“ endet.

Auch die Protagonisten wirkten eher eindimensional auf mich, ohne Leben und Tiefe. Ich hatte einfach keinen Sympathieträger. Adeen z.B. habe ich oft nicht verstanden, erst lässt er sich die ganze Zeit von Magiern niedermachen und im nächsten Moment fragt ihn ein Rebele, ob er beim Aufstand mitmachen möchte. Adeen überlegt nicht lange und ignoriert auch die Warnungen seines Ziehvaters und sagt sofort zu, dies ging mir alles viel zu schnell und die ganze Szene wirkte zu gestellt und naiv.


Alles ins allem befasst sich ,,Flügel aus Asche“  mit dem Wert der Kunst, um den Kampf um Macht und Freiheit. Die Ideen waren wirklich toll nur die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen.




Kommentare:

  1. Hey,
    schade, dass dir das Buch nicht so gefallen hat. Ich finde es auch immer schade, wenn eine super tolle Idee schlecht umgesetzt wurde. Da ärgere ich mich immer total, vor allem, wenn dann auch noch das Ende vorhersehbar ist.
    Lg Kerstin

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    1. Ja, ich ärgere mich dann auch immer schrecklich. Ich stell mir dann immer vor, wie toll das Buch sein könnte, wenn die Umsetzung einfach besser durchdacht etc wäre.

      Liebe Grüße

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