12.11.2015

Rezi: ,,Das Schwert der Drachen" (Band 2)- Wolfgang Thon


Broschiert: 701 Seiten
Verlag: Blanvalet 
Reihe: 2/3
ISBN-10: 3442264022
ISBN-13: 978-3442264025

Die Drachen versuchen nach wie vor die Herrschaft wieder an sich zu reißen. Die Prophezeiung soll die Menschen auf die nahende Verschmelzung vorbereiten, doch die Magier, Auguren und Drachenpristerinnen interpretieren die Prophezeiung jeweils zu ihren Gunsten. Dem blutrünstigen Krieger scheint dies jedoch vollkommen egal zu sein, denn er scheint nur noch an die Drachenbraut denken zu können und um sein Ziel erreichen zu können steht ihm Lay im weg… 


Die verhängnisvollen Intrigen und der Kampf um Macht gehen im zweiten Band weiter. Auch in ,,Das Schwert der Drachen“  konnte mich der Autor durch überraschende Wendungen begeistern. Wurde zuvor im ersten Band die einzelnen Charakter, die Welt und die Konflikte näher vorgestellt dreht sich im zweiten Band alle um die Prophezeiung und wie die Erwählten immer mehr zum Spielball der Mächtigen, die sich mehr und mehr einmischen, werden. 

Nach wie vor hat mich die Dämonensprache leicht irritiert, jedoch hat sie mich im ersten Band wesentlich mehr gestört. Erneut konnte mich der schnörkellose  Schreibstil von Wolfgang Thon mitreißen. Zudem trumpft der Autor wieder mit witzigen und lockeren Dialogen auf. Vor allem die Dialoge zwischen dem Nordling und Lay haben es mir angetan. 

In ,,Das Schwert der Drachen“ führt der Autor noch weitere Erzählstränge ein und rückt somit noch weitere Figuren in den Fokus.   
So wird die Geschichte auch aus Bolls Perspektive geschildert. Durch die verschiedenen Perspektiven wird noch wesentlich deutlicher, wie Macht besessen die verschiedenen Parteien sind. 
So strebt der Priester des Reiches z.B. nach der absoluten Macht und möchte über alle herrschen. Broll erhält in diesem Band mehr tiefe und er wirkt nicht mehr wie der bösartige Schlechter sondern wesentlich menschlicher. Er hat ein schlechtes Gewissen bezüglich seiner Taten und zweifelt an der Führungsqualität seines Herren.  
Lay hingegen ist auf der Suche nach sich selbst und er muss immer mehr aufpassen, dass er sich nicht selbst verliert und der Drang  nach Rache sein Leben bestimmt.

Alles in allem konnte mich auch der zweite Teil überzeugen und das wirklich packende Ende macht Lust auf mehr.

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