30.06.2016

„Sturmbogen“ (Band 3) - Sebastien de Castell


Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Piper 
Reihe:3/?
ISBN-10: 3492703232
ISBN-13: 978-3492703239
Originaltitel: Knight's Shadow, part 2

Rezi zu:


Immer noch kämpfen die Greatcoats Falcio, Kest und Brasti für ihr Land und für eine bessere Zukunft. Doch die Kräfte und die Macht hungrigen Menschen, die das Land zerstören, sind gefährlich und unberechenbar. Es scheint so, als ob Tristia hoffnungslos verloren ist und die Greatcoats am Ende ihrer Kräfte und Möglichkeiten sind, denn wie sollen sie zu dritt das unvermeidliche verhindern. Ihre Freundschaft wird immer härter auf die Probe gestellt und es stellt sich die Frage, ob diese den Druck noch weiter aushalten kann.

Mich konnten schon die ersten Teile der Reihe restlos begeistern und umso gespannt war ich auf die Fortsetzung. Durch ein kurzes „Was bisher geschah“ konnte ich ohne Probleme wieder in die Geschichte rund um die Greatcoats einsteigen.  Gekonnt verwebt er die Fäden aus den vorherigen Bänden und so gab es des Öfteren gewisse Aha-Momente. Oft haben mich einige Wendungen absolut überrascht, sodass ich nie genau sagen konnte, welche Wendung bzw. Ende die Geschichte in diesem Band nimmt. Aufgrund der überraschenden Wendungen gelingt es dem Autor eine konstante Spannung aufzubauen und ich konnte den Roman einfach nicht aus der Hand legen. Auch der sarkastische Schreibstil und die humorvollen Dialoge zwischen den Protagonisten konnten mich, so wie in den beiden vorherigen Bänden, restlos begeistern und trotz ernster Themen musste ich des Öfteren herzlich lachen.

Die drei Helden sind an einem Tiefpunkt und am Ende ihrer Kräfte, denn wie sollen es drei Freunde schaffen einen Bürgerkrieg zu verhindern? Zumal sie selbst mit ihren eigenen Problemen fertig werden müssen. Die Drei sind einfach nicht die typischen Helden, die nie an sich oder an ihrem Handeln zweifeln, vor allem Falcio hinterfragt sich immer wieder und steht oft vor einem moralischen Dilemma.
Die Zweifel und Probleme der Figuren wirken absolut echt und realistisch, oft konnte ich die Zerrissenheit der Charaktere förmlich spüren.                                                           
Die Freundschaft der Protagonisten ist in diesem Band ein noch zentraleres Thema. Es wird einfach deutlich wie viel Wert ein jeder für den Anderen besitzt und sie eigentlich nur zusammen stark sein können. Auch wenn Kest und Brasti Falcio dafür vergöttern, dass er an etwas glaubt und einfach nicht aufgibt, und alles für ihn tun würden, ist auch Falcio ohne die beiden absolut verloren.                                                                         
Vor allem Falcio macht eine starke Charakterentwicklung durch, da er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzten muss, um die Gegenwart zu bewältigen und des Öfteren musste ich mich fragen, ob Falcio nur so handelt, weil er des Lebens müde ist und vor langer Zeit schon aufgegeben hat.

Insgesamt ist „Sturmbogen“ eine gelungene Fortsetzung, denn die Figuren und die Beziehungen entwickeln sich weiter und verändern sich. Der sarkastische und humorvolle Schreibstil verleiht dem Roman die gewisse Würze. Die Reihe besitzt einfach etwas ganz besonders und mitreißendes. 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen