22.03.2017

Rezi: "Schwarzer Dolch: Chroniken der Seelenfänger" (Band 1)- Alexey Pehov


Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Piper 
Reihe: 1/ mind. 3
ISBN-10: 3492703968
ISBN-13: 978-3492703963
Originaltitel: Straz

Ludwig van Normayenn ist ein berühmt und berüchtigter Seeelenfänger, er kann dunkle Seelen erkennen, die sich hartnäckig weigern das Reich der Sterblichen zu verlassen. Die Seelenfänger sind oft die einzige Hoffnung für ganze Ortschaften, die von den bösen Seelen heimgesucht werden. Und so macht sich Ludwig, von Ortschaft zu Ortschaft, auf um den Menschen zu helfen.


Ich war absolut gespannt auf die neue Reihe von Alexey Pehov, da er unter anderem schon in“ Dunkeljäger“ bewiesen hat, dass es ihm fabelhaft gelingt, kreative und innovative Ideen zu entwickeln und diese in eine packende Story zu verpacken.                              
„Schwarzer Dolch“ entführt den Leser oder die Leserin in ein mittelalterlich anmutendes Europa. Ruhelose Seelen streifen in dieser Welt umher und terrorisieren die Bewohner. Allein die Grundidee finde ich absolut spannend und kreativ. Das Magiersystem in diesem Roman setzt jedoch allem eine Krone auf, da man einfach spüren kann, wie sehr sich der Autor Gedanken gemacht und versucht hat, etwas völlig Neues zu schaffen. So kann sich die Magie von Ludwig nur mit Hilfe von gezeichneten Figuren manifestieren. Aber auch sein schwarzer Dolch besitzt Magie, denn der Dolch kann die Energie der eliminierten ruhelosen Seelen speichern, sodass Ludwig ein langes und recht gesundes Leben führen kann.  Des Weiteren wird das Magiesystem in unterschiedlichen Kategorien geteilt und so besitzen Seelnfänger, Magier oder Priester jeweils ganz unterschiedliche Kräfte.

Die Geschichte wird aus der Ich- Perspektive von Ludwig geschildert. Ludwig hat einen ganz speziellen und trockenen Humor, der mich das ein oder andere Mal herzlich zum Lachen gebracht hat.  Aber auch Ludwigs Begleiter, der pessimistische Apostel- eine ruhelose Seele- , der nur von Ludwig oder anderen Seelenfängern gesehen werden kann, hat mich zum Schmunzeln gebracht. Er versucht Ludwig immer und immer ins Gewissen zu reden und hat oft viel zu viel Angst.  Des Weiteren wird Ludwig von Animatus- ein belebter Gegenstand- begleitet. Er kann nicht sprechen und ich muss gestehen, dass ich ihn als ziemlich unheimlich und gruselig empfand, da er sehr gerne Gebrauch von seiner Sichel macht…

Alexey Pehov gelingt es gekonnt eine düstere Atmosphäre mit seiner Wortwahl zu erschaffen und in meinen Gedanken sah die Welt oft sehr düster und gespenstische aus, was perfekt zu den ruhelosen Seelen passt.

Insgesamt gelingt es dem Autor wieder einmal kreative Ideen zu vereinen und daraus eine tolle Geschichte voller Spannung und Düsternis zu verweben. Durch den Ideenreichtum des Romans hebt er sich deutlich von anderen Romanen des Genres ab. 


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