25.04.2017

Rezi: "Ana und Zak"- Brian Katcher


Broschiert: 320 Seiten
Verlag: dtv 
ISBN-10: 3423650257
ISBN-13: 978-3423650250


Ana und ihr jüngerer Bruder Clayton nehmen an einer Quiz- Meisterschaft teil und vor allem Ana will nur eins: Gewinnen. Auch Zak muss notgedrungen und eher unfreiwillig mit zu der Quiz- Meisterschaft. Irgendwann reicht es Clayton und er möchte einfach nur Spaß haben. Er nimmt reiß aus, um sich auf der Science-Fiction-Comic-Convention, die in der Nähe stattfindet, zu amüsieren. Ana und Zak müssen Clayton unbedingt vor den Erwachsenen finden und begeben sich auf die Suche. Für alle wird es eine absolut verrückte Nacht.


Ich war absolut gespannt auf den Roman, da es eigentlich nicht mein Genre ist und sich die Geschichte sehr interessant angehört hat. Ich habe daher einen erfrischenden und einigermaßen klischeefreien Roman erwartet. Und tatsächlich entsprechen vor allem die Protagonisten nicht den typischen Figuren in Liebesromanen.

Besonders die beiden Hauptfiguren Ana und Zak haben es mir daher angetan. Beide könnten nicht verschiedener sein. Anna ist sehr zielstrebig und fokussiert. Zak dagegen ist absolut entspannt und lebt im Hier und Jetzt. Beide sind, auf die jeweils eigne Art und Weise, traurig und haben ihr Päckchen zu tragen. Sie sind typische Teenager und dann wieder doch nicht. Ana und Zak können sich vom ersten Moment an überhaupt nicht ausstehen und hegen gewisse Vorurteile gegenüber dem anderen. Die Kapitel werden abwechselt aus der Sich und der Ich- Perspektive von Ana und Zak geschildert, sodass man beide Figuren kennen lernen kann und etwas über die Ängste, Vorlieben etc. erfährt.

Ich war bis jetzt noch nie auf einer reinen Comic-Convention und kann daher nicht beurteilen, inwieweit der Autor die Convention realistisch beschreibt. Ich fand die Beschreibungen und das bunte Treiben jedoch absolut unterhaltsam. Dennoch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass der Autor zu stark übertreibt und er die Convention dadurch ungewollt ins Lächerliche zieht. 
Die Suche nach Clayton hat mich leider eher verwirrt als wirklich unterhalten. Ich war oft einfach nur verwirrt über den Verlauf der Suche und konnte vieles nicht nachvollziehen. Ich hatte einfach das Gefühl, dass der Autor die Suche zu oft aus den Augen verliert und sich viel mehr auf die Beschreibung der Convention fokussiert und vor allem witzige Situationen erschaffen wollte. In einem Moment betont Ana wie wichtig die Suche nach ihrem Bruder ist und im nächsten Moment macht sie etwas ganz Anderes und scheint Clayton vollkommen vergessen zu haben, um dann aber nach gefühlt fünf Minuten wieder zu sagen, dass sie unbedingt ihren Bruder suchen müssen.

Der Schreibstil harmoniert perfekt mit der Geschichte, denn er ist rasant und leicht. Die eher jugendliche gehaltene Sprache wirkt dabei weder übertrieben noch fehl am Platz. Brian Katcher weiß zu dem ganz genau, wann eine Situation eine ausführlichere Beschreibung benötigt und wann eher nicht.


Insgesamt hat mir der Roman recht gut gefallen und er besitzt definitiv Potenzial. Die Suche nach Anas Bruder hat mich jedoch auf oft verwirrt zurückgelassen, sodass ich mich nicht komplett auf die Geschichte einlassen konnte.


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