26.04.2017

Rezi: "Guides- Die erste Stunde"- Robison Wells



Broschiert: 272 Seiten
Verlag: HarperCollins
Reihe: 1/1
ISBN-10: 3959670931
ISBN-13: 978-3959670937
Originaltitel: Dark Energy

Endlich ist es passiert! Ein gigantisches UFO ist auf der Erde gelandet und die Welt befindet sich im Ausnahmezustand. Alice Vater arbeitet für die NASA und muss daher Abruf bereit sein. Kurzerhand schickt er Alice in ein nahelegendes Internat. Alle warten gespannt darauf, dass die Aliens ihr Raumschiff verlassen und ihre Absichten verraten.


Robison Wells erschafft mit „Guides“ eine Geschichte voller Gefahren, Rätseln, Freundschaft und Angst. Es gelingt ihm einfach perfekt all diese Gefühle authentisch rüber zu bringen. Der Roman wirkt schon ab den ersten Seiten verdammt realistisch und ich hatte das Gefühl, dass der Absturz, das Warten und das Bangen sich in der Realität durchaus so abspielen könnte. 
Gekonnt spielt der Autor mit gängigen Klischees bezüglich Alien und baut eigene Ideen ein. Wer kleine grüne Männchen sucht, ist hier fehl am Platz. Doch auch die Bevölkerung im Roman erwartet zunächst kleine grüne Männchen, die aus dem Raumschiff steigen. Dabei erhalten die Aliens einen gewissen Raum im Roman, sodass sie ihre eigene Geschichte erzählen können und dadurch wenig stereotypisch wirken. 
Der Roman steckt voller überraschender Wendungen und ist absolut rasant erzählt. Oft konnte ich kaum Luft holen, bevor die nächste spannende Szene beginnt. Ich hätte mir daher einige Seiten mehr gewünscht, um einfach zwischen den actionreichen Stellen Luft holen zu können und gewisse Entscheidungen und Begebenheiten sacken zu lassen.
Die Sprache ist jugendlich und vor allem witzig gehalten. Die Dialoge zwischen die Figuren sind mir stellenweise jedoch zu gewollt lustig und wirken daher das ein oder andere Mal sehr gestellt.

Die Figuren im Roman haben mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht. Sie wirken einfach wir typische Teenager aus reichem Hause und dann wieder doch nicht. Für sie spielt Geld keine Rolle, denn es ist in Massen da. Alle sind sich ihrer hohen gesellschaftlichen Stellung bewusst.                                                                                        
Die Freundschaften vor allem zwischen Alice und den Mädchen im Internat ging mir jedoch deutlich zu schnell. Nach gefühlt drei Sätzen finden sich alle super toll. Auch eine kleine Liebesgeschichte darf in einem Jugendroman nicht fehlen. Zum Glück wird diese jedoch nur dezent angedeutet und nicht unnötig aufgebauscht, sodass die Aliens dennoch im Fokus sind.

Insgesamt konnte mich „Guides“, trotz kleiner Schwächen, überzeugen. Die rasante Geschichte rund um Aliens ist voller Spannung und überraschende Wendungen. Ein paar Seiten mehr hätte dem Roman jedoch gut getan.



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