22.06.2017

Rezi: "Nemesis" (Band 1)- Anna Banks



Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: cbt 
Reihe: 1/3
ISBN-10: 3570311422
ISBN-13: 978-3570311424
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Nemesis

Der Vater von Prinzessin Sepora will nur eins: Über alle fünf Königreiche herrschen. Mithilfe von Seporas Gabe will der König das Unfassbare schaffen. Die Prinzessin möchte dies jedoch um jeden Preis verhindern und so flüchtet sie in das verfeindete Land, um den Klauen ihres Vaters zu entkommen. Durch verrückte Umstände endet Seporas Flucht im Schloss des Königs Tariks, der über Theoria herrscht. Schnell entwickeln sich Gefühle zwischen den beiden. Doch wie soll alles Enden und was wird passieren, wenn Tarik hinter Seporas Geheimnis kommt?


Wie so oft, ist mir als Erstes das wunderschöne Cover aufgefallen und auch der Klappentext verspricht eine interessante Geschichte voller Intrigen, Magie, Liebe und Machtspielchen. Die fünf Königreiche sind mehr oder weniger verfeindet, denn sie haben sich alle von dem Königreich Serubel, Seporas Heimat, abgespalten. Dementsprechend herrscht ein durchaus großes Konfliktpotenzial zwischen Serubel und den andren vier Königreichen.
Seora ist einer der wenigen, die dazu Fähig ist, Sektarium zu schmieden. Das magische Element ist für die Königreiche zentral, da es unglaublich viel Energie liefert und zudem leuchtet, sodass es auch als Lichtquelle genutzt wird. Seubel wirtschaftlicher Reichtum basiert daher auf dieses magische Element und der König will die Abhängigkeit der anderen zu seinem Vorteil nutzen. Doch das Königreich hat auch seine positiven Seiten, so ist die Natur einfach unfassbar schön beschrieben, so gibt es schwebende Inseln, die voller Wälder, grüner Felder und Seen sind. Auch gibt es in diesem Land magische Schlangen, auf denen die Bewohner fliegen können oder die auch zum Spionieren genutzt werden. 
Theoria hat sich vor einigen Jahrhunderten von Serubel abgelöst, da sie mit dem Führungsstil des Königs nicht zufrieden waren und sich eine bessere Welt gewünscht haben. Der Name des Königreichs leitet sich von „Theorie“ ab, da sich die Bevölkerung mit Theorien zur Heilkunst, Energie, oder auch Herrschaftsstile auseinandersetzt. Dementsprechend ist das Land in vielen Dingen sehr weit entwickelt und vor allem ihre Heilkunst ist unübertroffen. Das Land erinnert an Ägypten, da es von einer Wüste umgeben ist, es Pyramiden gibt und es einfach immer heiß ist. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dann doch an der Darstellung des Landes. Es wird gerade zu Anfang betont, dass das Land entstanden ist, weil viele Bewohner Seubel als zu barbarisch und unfair angesehen haben. Gleichzeitig finden es die Bewohner von Theoria es aber vollkommen ok, dass Menschenhandel betrieben wird und es Sklaven gibt. Auch die Frauen haben in diesem Land wenig zu sagen. Für mich ist dies einfach ein zu großer Widerspruch.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Seora und Tariks geschildert, sodass man beide Figuren sehr gut kennen lernt und auch etwas von den unterschiedlichen Gepflogenheiten der verschiedenen Länder mitbekommt. 
Sepora ist keine typische verwöhnte Prinzessin, die sich nicht mit dem Leben andere auseinandersetzt. Ihre Pläne gehen oft schief und dennoch gibt sie einfach nicht auf und hat ihr Ziel immer vor Augen. Sie hat daher vor allem zu Anfang in Theoria mit dem Frauenbild oft Probleme und eckt bei anderen des Öfteren an. 
Tarik kommt daher nicht sofort mit Seporas Temperament klar, ist jedoch sehr fasziniert von ihr. Nach dem Tod seines Vaters muss er schon recht früh das Königreich regieren und ist oft einfach überfordert. Er möchte unbedingt das Richtige tun. Seine Fähigkeit Lügen zu erkennen sind für seine Bestimmung als König mehr als nützlich. 
Mir hat es absolut gefallen zu beobachten, wie sich die beiden immer näher kommen. Beide lassen sich Zeit und Überstützen es nicht, sodass es auf mich absolut authentisch wirkt. Nun stellt sich nur noch die Frage, ob die Beziehungen den vielen Geheimnissen standhalten kann…

Der Schreibstil ist sehr leicht und so fliegen die Seiten nur so dahin. Die wenig unbekannten Worte erklären sich durch den Kontext oft recht schnell. Beide Protagonisten sind um die 18 Jahre alt, die Sprache wirkt jedoch nicht zu gewollt jung, sodass die Dialoge und die Story nicht aufgesetzt wirken.


Insgesamt ist „Nemisis“ ein gelungener Roman, voller Liebe, Magie und Politik. Eine leichte Lektüre, die mir die warmen Tage versüßt hat.




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